Am letzten Sonntag begann die neue Saison bereits wieder für unsere erste Mannschaft in der Schwabenliga II Süd. Mit unserem Nachbarn aus Klosterlechfeld, als Absteiger aus der Schwabenliga I, reiste auch gleich ein dicker Brocken an.
Da bei beiden Teams der reguläre Spieler an Brett 2 ersetzt werden musste, war es zumindest von der Aufstellung her ausgeglichen. Im Einzelvergleich an den Brettern war der Unterschied jedoch sehr deutlich: Alle unsere Gegner hatten zwischen 100 und 150 DWZ-Punkte mehr.
Daher war unsere Grundausrichtung an diesem Spieltag kämpfen, lernen und Spaß haben!
Da ich mit meiner eigenen Partie beschäftigt war, kann ich die korrekte Reihenfolge der Abläufe an den Brettern nicht sicher wieder geben:
Nach einiger Zeit fragten mich Kurt und Dietmar, ob es in Ordnung wäre, wenn sie ein Remis mit ihren Gegner vereinbaren würden. Obwohl zu diesem Zeitpunkt Karl an Brett 2 stark unter Druck stand, war das in Ordnung. Mit meiner Partie war ich sehr zufrieden, da ich besser aus der Eröffnung gekommen war und mit Vorteil, aber innerhalb der Remisbreite, dem Gegner keine Möglichkeiten gegeben hatte.
Einige Zeit später musste Karl seinem Gegner gratulieren, ich vereinbarte mit meinem Gegner Remis in völlig ausgeglichener Stellung und auch Kurt und Dietmar einigten sich mit ihren Gegner auf Remis.
Damit lautete der Zwischenstand mit vier abgeschlossenen Partien 1,5 : 2,5 für unsere Gäste.
Tendenziell war die Lage zu diesem Zeitpunkt wie folgt: Robert an Brett 3 hatte eine komplizierte Stellung mit leichten Vorteilen für seinen Gegner, Bernhard an Brett 5 hatte Raumvorteil aber eine luftige Königsstellung, Cornelia an Brett 6 eine sehr solide und ausgeglichene Stellung und schließlich Julia an Brett 8 deutliche Vorteile.
Während Cornelia und Bernhard ihre Partien remisieren konnten, lief es für Julia nach einem Einsteller nicht mehr gut und sie musste aufgeben. Obwohl damit der Mannschaftkampf entschieden war, kämpfte Robert an Brett 3 weiter, musste aber letzten Endes auch seinem Gegner zum Sieg gratulieren.
Damit war die Niederlage mit 2,5 : 5,5, wie zu erwarten, doch deutlich aber an einem glücklicheren Tag wäre es vielleicht nur 3,5 : 4,5 ausgegangen und das macht uns Hoffnung.
Wenn ich mir diesen Sonntag in Erinnerung rufe, so bin ich der festen Überzeugung, dass jedes Spiel in dieser Klasse einen jeden von uns sportlich weiter bringt, auch wenn man verliert.
